Der Sprachassistent Alexa erfreut sich laufend steigender Beliebtheit und verbreitet sich zunehmend in den österreichischen Haushalten. Dabei verfügt sie bereits über mehr als 15.000 Skills. Der Funktionsumfang reicht von nützlichen Informationen und Alltagserleichterungen bis hin zu purer Unterhaltung. Jedoch sind nicht alle Funktionen in Österreich verfügbar. Das Portfolio wird laufend erweitert, sodass ständig neue Fähigkeiten hinzukommen. Mittlerweile ist es sogar möglich, Informationen über die ÖBB via Alexa zu erfahren.

Doch wie funktioniert Alexa eigentlich? Sämtliche Geräte verfügen über Mikrofone, um Sprachbefehle entgegennehmen zu können. Standardmäßig hören die meisten Geräte permanent auf das voreingestellte Wort „Alexa“, „Echo“ oder „Computer“. Wird dies vom Gerät erkannt oder der entsprechende Knopf zur Sprachsteuerung gedrückt, sendet es das Sprachkommando zur Auswertung in die Amazon Cloud, speichert es dort und führt die Anweisung aus oder antwortet auf die gestellte Frage. Die Spracherkennung lernt laufend durch Interaktion mit dem Nutzer dazu und erkennt dessen Stimme schrittweise immer besser.

Alexa holt sich Informationen über lokale Restaurants, Geschäfte sowie andere Betriebe von Yelp. Dazu muss in den Einstellungen der Alexa App das erstandene Gerät ausgewählt sowie die Adresse hinzugefügt werden. Dann kann z.B. durch den Sprachbefehl „Alexa, finde das nächste China Restaurant“, ebendies abgefragt werden.

Damit selbst Menschen mit Sprachbeeinträchtigung über Alexa kommunizieren können, wird daran gearbeitet, diese per Gebärdensprache und Webcam bedienen zu können. Das Projekt basiert auf der Machine-Learning-Plattform „TensorFlow“.

 

Die Reaktion von Alexa erfolgt nicht nur auf die Stimme des Besitzers. Neben der neuen „Top-Funktion“ (Beantwortung von Folgefragen) gibt es nun die Funktion „Personalisierte Ergebnisse“. Dafür muss keine eigene Einstellung vorgenommen werden, sondern nur die Registrierung eines Stimmenprofils. Dies wird durch den Sprachbefehl „Alexa, lerne meine Stimme“ erstellt, der Registrierungs-Vorgang dauert rund fünf Minuten.

Dass auch Kinder stark auf Alexa reagieren, ist Amazon klar. Weil Beschwerden darüber eingelangten, dass Kinder wegen Alexa eine „unhöfliche Befehlssprache“ aufnehmen, soll durch das Angebot der „Kids Edition“, das Hörspiele und Gute-Nacht-Geschichten enthält, entgegengewirkt werden. Sprachdialoge, die ein Kind mit Alexa über die neuen Features geführt hat, können Eltern noch einmal anhören.

 

Alexa rückt in mehr und mehr Lebensbereiche vor. So existiert z.B. bereits eine Tchibo-Kaffeemaschine, die auf Sprachbefehl Kaffee etc. zubereitet, der Echo Show spielt Videos auf Zuruf ab und Autohersteller wie Seat und BMW integrieren Alexa per Skill in ihre Infotainmentsysteme.

 

Künftig könnte das System auch aktiv Waren aus dem Amazon-Sortiment vorschlagen, sobald es glaubt, dass der Nutzer Interesse bekundet. Dabei hat sich Amazon das Patent einer Technologie zur Stimmanalyse gesichert. Dadurch sollen Stimmen herausgefiltert werden können, die kränklich klingen. So soll Alexa einen vom Normalton abweichenden Tonfall erkennen können und lernen, daraus nicht nur Krankheiten, sondern auch emotionale Zustände wie Freude, Angst, Niedergeschlagenheit oder Stress zu erkennen. Zum Beispiel bei einer Erkältung könnte Alexa vorschlagen, ein passendes Mittel im Internet zu finden und per Expressversand zu senden.

 

Zielgerichtete Audio-Werbung wäre eine zukünftige Möglichkeit. Hierzu muss das System die Bedürfnisse des Nutzers genau erkennen. Denkbar ist auch, dass in Zukunft nicht mehr reagiert wird, sondern von Alexa selbst Vorschläge eingebracht werden. Verwunderlich wäre nicht, wenn das gesammelte Wissen bald genutzt wird und die Werbung, die durch den Sprachassistenten abgespielt wird, an Relevanz gewinnt. Dann könnte die Werbung zielgerichteter abgespielt und für Werbekunden attraktiver werden.

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